#42 Seed Oils – gefährlich oder Internet-Mythos? Was die Wissenschaft wirklich sagt

Shownotes

Mit Achim Sam über pflanzliche Öle, Fettsäuren & Ernährungstrends im Faktencheck

Kaum ein Ernährungsthema wird aktuell so kontrovers diskutiert wie sogenannte Seed Oils. In Episode 42 von The Wellbeing Code sprechen wir mit Achim Sam, Ernährungswissenschaftler und Autor, über pflanzliche Öle wie Sonnenblumen-, Raps- oder Maiskeimöl – und darüber, warum sie auf Social Media derzeit so stark in der Kritik stehen.

Gemeinsam beleuchten wir, was Seed Oils eigentlich genau sind, wie sie im Körper wirken und welche Rolle das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren spielt. Außerdem geht es um Entzündungen, industrielle Verarbeitung, unterschiedliche Ölqualitäten und die Frage, ob es sich bei der aktuellen Debatte um berechtigte Kritik oder eher um einen typischen Internet-Hype handelt.

Eine differenzierte Folge über Fakten statt Food-Fear, wissenschaftliche Einordnung und einen entspannteren Umgang mit Ernährung im Alltag.

Themen dieser Episode: 🫒 Was sind Seed Oils eigentlich genau? 📱 Warum sie aktuell so stark in der Kritik stehen ⚖️ Omega-6 vs. Omega-3 – warum das Verhältnis entscheidend ist 🔥 Entzündungen & Fettsäuren – was die Forschung wirklich zeigt 🏭 Verarbeitung, Qualität & Zubereitung – worauf es bei Ölen ankommt 🥗 Das große Ganze zählt – warum der Ernährungskontext wichtiger ist als ein einzelnes Lebensmittel 🧠 Social Media vs. Wissenschaft – wie Ernährungstrends und Ängste entstehen ✅ Praktische Empfehlungen für den Alltag – welche Öle sich wofür eignen und worauf man entspannt verzichten kann

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Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:02: Herzlich willkommen zu The WellBeing

00:00:04: Code,

00:00:05: dem Podcast rund um ganzheitliche Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität.

00:00:10: Dein

00:00:10: Podcast Host

00:00:11: ist Biogener Geschäftsführerin Julia Hoffmann.

00:00:19: Liebe Community!

00:00:20: Willkommen zu einer neuen Episode von The Well Being Code.

00:00:23: Sind wir eigentlich für die Ernährung gemacht, die heute auf unseren Tellern landet?

00:00:28: Von Jägern und Sammlern über Ackerbauen, Viehzucht bis hin zu Supermärkten und hochverarbeitete Lebensmittel hat sich unsere Ernährung in wenigen Tausend Jahren radikal verändert.

00:00:38: Gemeinsam mit Achim Saam, Ernährungswissenschaftler und Autor werfen wir heute einen Blick auf die Evolution unserer Ernährungen – und auf die Frage, was unser Körper heute wirklich braucht?

00:00:47: Achim, großartig, dass du wieder bei mir bist!

00:00:50: Herzlich willkommen beim Studium Salzburg.

00:00:52: Schön, dass ich da sein darf.

00:00:53: Danke.

00:00:54: Wenn wir ganz an den Anfang zurückgehen, wie haben unsere Vorfahren als Jäger und Sammler tatsächlich gegessen?

00:01:01: Welche Vorstellungen davon sind heute eigentlich romantisiert bis hin zu komplett falsch.

00:01:07: Naja also ganz unsere Vorfahnen, wenn man jetzt von dem Homo erectus spricht über eine Million Jahre, also wir so als Mensch homo sapiens uns gibt es seit dreieinertausend Jahren.

00:01:19: Wir waren schon Jäger und Sammler.

00:01:20: Wir sind also den ganzen Tag draußen eigentlich rumgelaufen und haben dafür sorgen müssen, dass wir genug Nahrung reinkriegen und also Bärenprodukte usw.

00:01:32: Also wir waren schon viel unterwegs um auch das einsammeln zu können was gebraucht haben.

00:01:38: Und an der Stelle ist es ganz wichtig vielleicht einmal zu sagen, was ja heute uns eher von Nachteil ist unser Körperfett Und es war damals extrem wichtig, dass wir das haben.

00:01:50: Also ein komplexes endocrine System aber um sich auch längere Zeit von dem ursprünglichen Aufenthaltsort also von der Sesshaftigkeit dann weiter entwickeln zu können.

00:02:01: Also dank des Körperfetts sind wir in der Lage als Mensch längere Strecken zurückzulegen ohne ständig essen zu müssen.

00:02:09: Und heute ist es ein Langzeitsspeicher, was uns über Jahrtausende des Überlebens gesichert hat.

00:02:17: Wir leben in einer Epoche und die ist relativ kurz, wo es störend ist und wo unser Körper verstehen muss... dass zu viel Fett uns auch nicht gut tut.

00:02:28: Aber wir kommen ja aus einer Zeit, wo wir eher auf Entbehrung eingestellt sein mussten oder wo fast eine Hungersphasen eigentlich die Tagesordnung war.

00:02:38: Dass wir so was haben wie heute, das wir quasi in einem überfluss- oder permanentem Nahrungsangebot leben.

00:02:44: Diese Epoche ist in der Entstehungsgeschichte überhaupt... also spielt überhaupt keine Rolle!

00:02:49: Also die ist so gering und deshalb gibt es auch noch keine genetische Anpassung.

00:02:53: Der Körper will uns mit dem Fett nichts Böses, nur er hat noch nicht gelernt damit umzulernen dass zu viel Fett, zu viel Speichermasse uns auch schaden kann.

00:03:05: Gilt das auch fürs visceralen Bauchfett?

00:03:07: Gab's das damals schon in der Form?

00:03:09: Das ist total spannend!

00:03:13: noch nicht, weil wenn wir viel unterwegs waren das spielt das Adiponektin eine Rolle.

00:03:19: Also das ist ein Hormon was für die Fettverteilung auch sorgt und wenn wir uns viel bewegen oder mehr bewegen würden dann schüttet man auch wieder mehr von diesem vermeintlichen Adiponektin aus und die Fettserteilungen sind anders.

00:03:33: Wenn ihr jetzt einen Sumo-Ringer beispielsweise hernimmst der wie er schon recht füllig ist und auch eine große Fettmasse hat extrem viel auch essen muss um diese Masse zu kriegen Solange wieder trainiert, hat er allenfalls Probleme mit den Gelenken und so weil er natürlich die Last tragen muss.

00:03:49: Aber weniger Probleme mit übergewichtsbedingten Erkrankungen also metabolisches Symptom da eigentlich noch nicht so vorhanden.

00:03:56: aber wenn wir aufhören mit dem Training... Also die trainieren ja auch wirklich Stunden am Tag.

00:04:01: Wenn die aufhörigen im Training gibt es ein Problem denn dann produzier ich auch weniger Adiponektin und die Schadverteilung ist anders.

00:04:07: Dann hat man eben dieses riskerale Bauchfett, das ist ein Organehe und sondert Hormone ab, was dann eben ungünstig ist für das cardiovasculares System.

00:04:16: Und das ist die Gefahr!

00:04:17: Aber wenn wir quasi im Ansatz mehr leben würden wie das unsere Vorfahren getan haben, da brauchen wir gar nicht so weit zurückzugehen sondern da reicht es ja eigentlich schon, wenn man so fünfzig oder hundert Jahre zurückgeht also wo die Leute noch auf den Acker gegangen sind, haben die Felder bestellt.

00:04:33: Es gibt es ja heute auch noch, aber immer weniger.

00:04:35: Also das heißt ich habe morgens ordentlich gefrühstückt dann bin ich raus gelaufen aufs Feld da gab's nicht zwischendrin einen Koffe-Shop oder so wo ich mein Kaffee gezogen hab und hab mir ein Snack mitgenommen.

00:04:46: und dann bin Ich mittags um zwölf hat der Kirchturm geleutet.

00:04:49: deshalb gab's denn ja so und Dann ist man rein marschiert und hat wieder ordentlich und auch deftig gegessen energiereich Und ist wieder raus sondern hat beim achtzehn Uhr gegessen sondern ist mal früh ins Bett.

00:05:00: Und wenn man so ein Rhythmus hat und auch die Nacht als Fastenphase nutzt, dann hat man schon Vorteile.

00:05:07: Also unser Problem ist ja heute diese permanente Überversorgung also dass wir ständig Nahrungsangebot haben, permanente Insulinspitzen und der Blutzucker quasi so irritiert ist und immer wieder Abrausch, Müdigkeit, Heißhungerattacken usw.

00:05:23: Das ist eher das Problem.

00:05:26: Ich habe Jahre immer gesagt, die Franzosen zählen zu den schlanksten Nationen.

00:05:29: Obwohl die drei Geheimnisse der französischen Küche ist butter-butter-buttern und trotzdem sind sie im Durchschnitt zäheln zu den Schlanken Nationen.

00:05:38: ich hab das immer so für mich hergeleitet dass es mit Sicherheit auch daran liegt dass die noch nicht so dieses ausgeprägte Snack Kultur haben.

00:05:44: Das heißt die setzen eine große S-Kultur Die setzen sich hin zum Essen Und dann essen die und sind aber nicht zwischendrin ständig am snacken, was ja so in unseren breiten Grad natürlich aus häufiger immer gemacht wird.

00:05:58: Und das ist eher die Problematik also dass wir immer wieder diese Insolinspitzen haben und immer den Körper wieder auf diesen anerbohlenstoffwechsel schieben.

00:06:06: Aber wie sind wir da jetzt eigentlich drauf gekommen?

00:06:07: Eigentlich

00:06:08: durch die überswissere

00:06:10: Bauchfette.

00:06:10: Da gehen wir jetzt gleich zurück, einen Schritt zurück.

00:06:13: viele moderne Ernährungsformen berufen sich auf unserer evolutionären Wurzel und genau das ist ja das Thema auch von heute.

00:06:19: wie sinnvoll ist dieses Argument aus deiner wissenschaftlichen Sicht?

00:06:23: also ich bin ganz froh dass wir heute in Entwicklungsstand haben den wir heute haben jetzt mal ganz abgesehen von ultra verarbeiteten oder auch prozessierten Lebensmitteln Aber auch, sozusagen wir haben das der Menschwertung.

00:06:36: Die Menschwertungen haben wir zu verdanken dass irgendwann der Homo erectus also unser affenähnlicher Vorfahre mal auf die Idee gekommen ist was über's Feuer zu halten.

00:06:45: Also es Feuer entdeckt hat um Nahrungsmittel haltbarer zum Machen und auch für uns verwertbarer zu machen bekömmlicher zu machen und dass es nicht so vielen Problemen kommt also hygienischer und B, dass sich viele Lebensmittel erst besser aufschlüsseln lassen und verwertbar werden für uns.

00:07:03: Und ja die Bekömmlichkeit.

00:07:05: nehmen wir mal Hülsenfrüchte beispielsweise mit den Lektinen, die sind so für uns nicht verdaulich und können große Schwierigkeiten machen.

00:07:15: Wir müssen es einfach erhitzen.

00:07:17: Kartoffeln beispielsweise auch?

00:07:19: Ja,

00:07:19: Kartoffel, auch was die sozusagen das wir überhaupt an die Kohlenhydrate kommen oder nicht nur resistente Stärke haben was auch wichtig ist für das Mikrobiom, aber es liefert halt deutlich weniger Energie.

00:07:30: Und das Ding ist dass wir so quasi eine große Denkleistung haben.

00:07:35: oder das Gehirn weil unser Gehirnt braucht eine große Menge an Energie und das hängt dann ganz eng damit zusammen, dass es eben diese Entdeckungen des Feuers als Zubereitungsstufe gab, weil wir mehr Energie aufnehmen.

00:07:49: Wenn man jetzt ein Gorilla sieht, der muss am Tag dreißig Kilo Grünzeug futtern.

00:07:53: Natürlich futtert er auch mal so ein paar Insektenlarven und sowas ich da irgendwie um eine andere Proteinquelle dazu habe aber überwiegend ist der grünes und muss dreizig Kilo grün Zeug futtern Und da kommen wir auch ungefähr her.

00:08:07: also wenn wir das noch hätten dann müsste man ganze tag draußen rumlaufen und müssten uns quasi so ernähren.

00:08:15: Wir werden den ganzen Tag auf Nahrung suchen und deshalb war das so entscheidend, dass auch die Zubereitung von Essen eine große Rolle spielt.

00:08:23: Also die natürlichste Form ist ja das Rohkostprinzip, das man möglichst unverarbeitet ist.

00:08:28: aber es gibt auch Wissenschaftler wie Richard Rangham von der Harvard University, der sich viel damit beschäftigt hat, soweit ich weiß auch Primatologe ist und er sagt wir können uns rein aus Rohkos, da würden wir nicht mehr überleben Also aus unverarbeiteten Lebensmitteln.

00:08:44: Weil es eben auch für die Energie so wichtig ist, dass wir an viel Energie rankommen.

00:08:50: Jetzt ist es heute leider Gott oder so das wir im Übermaß eigentlich Energie zu uns nehmen.

00:08:55: also wenn man jetzt ein Zeithorizont hat und da muss man auch nicht soweit zurückgehen von vielleicht fünfzig oder hundert Jahren dann haben wir täglich als der die Akt des Aktivitätslevel war deutlich höher und gleichzeitig haben wir weniger Energie, weniger Kilo Kalorien zu uns genommen.

00:09:14: Also wir haben rund fünfhundert Kilokalorien mehr verbraucht am Tag durch die Bewegung, durch die harte körperliche Arbeit.

00:09:22: Und wir essen heute rund fünfundhundert Kilokalarien mehr als damals.

00:09:27: Das heißt, wir haben heute eigentlich einen Kalorinkilokalorianüberschuss von rund tausend Kilokalerien.

00:09:32: Und das ist das was uns eigentlich heute zu schaffen macht also diese sozusagen Überernährung, macht die Zelle voll Autophagie und so weiter.

00:09:40: Und dass sie dann eingeschränkt ist.

00:09:43: Das ist heute unser Problem.

00:09:44: Sind damit eigentlich im qualitativen Hunger?

00:09:48: Ja!

00:09:49: So kann man das sagen.

00:09:50: Das Licht in den Kühlschrank geht halt quasi nie aus.

00:09:52: Wir haben an jeder Ecke eine Versorgungsstation im Prinzip.

00:09:57: Man muss auch dazu sagen es gibt mit Sicherheit noch die letzte Zahl, die mir bekannt war achtundhalb Millionen Menschen, die auch noch Hunger leiden auf der Welt.

00:10:04: Das darf man nicht vergessen.

00:10:06: Aber hier bei uns ist es tatsächlich so, dass wir oft in diesem Überfluss und da kommen auch gleich mit in diese Lebensmittelverschwendung.

00:10:14: Also was laufen wir da eigentlich so hin?

00:10:18: Aber ich bin ganz dankbar für das.

00:10:21: es auch diese Verarbeitungsformen gibt und man denkt ja immer gleich Na ja, man durch diese verarbeitet ist gleich schlecht.

00:10:29: Aber wenn du eine Tomate hernimmst, wir können immer mehr auf das Lykopin zurückgreifen.

00:10:36: also die biologische Verfügbarkeit von den gesunden Inhaltsstoffen wird immer mehr je stärker man die zubereitet.

00:10:44: Also wenn ich so eine Tomatensoße immer weiter einkoche habe ich eine bessere Verfügbarheit des Lykopins.

00:10:50: guter Hautschutz und Herzschutz.

00:10:52: Also es ist nicht immer schlecht, wenn wir quasi so eine Industrialisierung haben.

00:10:58: Das hat natürlich irgendwo Grenzen und das gibt ja auch sowas wie der Nova-Score.

00:11:02: Das beschreibt also diese ultraverarbeiteten Lebensmittelhänge, aber noch ein paar andere Faktoren damit zusammen.

00:11:08: Aber dass ne Verarbeitung gleich schlecht ist?

00:11:12: Nehmt man Paarbeutreis oder das Erdrich-Hutzenlaub?

00:11:16: Ich glaube um die Jahrhundertwende hat er.

00:11:19: zum achtzehnjahrhundert schon hat er das Verfahren entwickelt durch ein Druckverfahren, weil die gesunde Inhaltsstoffe beim Reis sitzen eigentlich in diesem Silberhäutchen, was drum rum ist.

00:11:32: Aber das ins Zellinnere zu pressen und dass man eine Silberheutchen weg sprengt kann.

00:11:37: Und es hat dazu geführt also, dass der deutlich mehr gesunde sich die Kohlenhydratkonstellation verändert hat.

00:11:47: Also ich habe da mehr resistente Stärke auch, ich hab besseres Futter fürs Mikrobiom, ich habe etwas weniger Kilo Kalorien und auch das war ein Verarbeitungsverfahren um den Reis auch schneller kochbar zu machen beispielsweise und so.

00:12:00: aber da lieferten auch in Verarbeitung Verfahren Vorteile und so ist es ganz oft so.

00:12:05: also man kann jetzt nicht pauschal sagen damals die haben besser gesünder gelebt sie mussten viel aufwendiger die Nahrung gewinnen, als wir das heute tun müssen.

00:12:17: Wir haben ja eine verkümmerte Kieferpartie im Vergleich zum Gorilla beispielsweise und es hat ja auch Vorteile weil wir nicht mehr diese Mengen an Nahrung kauen müssen, weil wir eine viel energi-dichtere Nahrungen haben als beispielsweise noch ein Gorilla.

00:12:34: der muss halt den ganzen Tag.

00:12:36: deshalb hat er so eine ausgeprägte Kieferparty, aber auch Zahn-Party.

00:12:44: Weil er den ganzen Tag eigentlich nur am Kaun ist.

00:12:46: Das heißt wir haben mittlerweile ein viel kleineres Kieffer?

00:12:49: Ja ja absolut!

00:12:50: Also der hat sich ja zurückgebildet so und wir haben also nicht mehr damals wenn man jetzt quasi noch mal so Darstellungen sieht von unseren ja also von Homo erectus oder dann anfangs seit mehr homo sapiens immer eigentlich schon ziemlich entwickelt gewesen als sagen wir mal Homo rectus die haben eine ziemlich ausgeprägte kieferparty Die mussten also viel auch pflanzlich irgendwie zu sich nehmen und dass es viel notwendiger war, weil die Energiedichte nicht so da war.

00:13:18: Wir können ja heute sehr energie-tichte Lebensmittel essen und mit der kleinen Portion schon viel Energie aufgenommen.

00:13:25: Und das war eben auch wichtig für die Entwicklung unseres Gehirns.

00:13:29: Also hier die Denkzentrale braucht am meisten Energie.

00:13:34: Das ist ein richtiger Energiefresser!

00:13:37: Damit Nährstoffe.

00:13:39: Ja, absolut!

00:13:40: Wie hat sich denn unser Magen-Darm-Trag?

00:13:42: Unser Mikrobiom weiterentwickelt oder auch nicht?

00:13:45: Also der Darm ist sehr entwickelt bei uns.

00:13:49: das Problem ist dass wir ihn eigentlich gar nicht so nutzen und das Mikrobiome hat sich jetzt im Vergleich zu Indigenen Völker zu Urvölkern her zurückgebildet.

00:13:59: Das hat mit Umweltgiften zu tun, das hat mit Antipiotika zu tun.

00:14:03: Dass auch die Diversität eingeschränkter ist heute und das führt natürlich auch ... Wir konnten noch vor vielen Jahren, konnten wir die Baumrinde von den Bäumen, die Birkenrinde und konnte ja teilweise Verstoff wechseln weil es Mikrobiom noch da war Und wir haben heute schon eine sehr eingeschrankte Diversitet was uns natürlich auch Probleme macht.

00:14:26: Nur, wenn man jetzt denkt ... Man kommt vielleicht von grob über den Daumen.

00:14:32: Hundertfünfzig Gramm Ballerstoffen am Tag.

00:14:35: im Moment liegen wir so zehn.

00:14:37: Also ich bin schon ganz froh, wenn jemand fünfzehn Gramm ballerstoffe am Tag zu sich nimmt.

00:14:41: die WHO empfiehlt also dreißig Grammballerstoffe aufzunehmen.

00:14:45: aber wenn ich das heute jemandem empfehlen würde oder der Sam hat gesagt, ich soll dreißige Gramm Ballerstoffe auch nehmen dann zerreißt sie meisten weil sie es nicht abkönnen.

00:14:53: Kommt

00:14:54: sofort zur Verstopfung?

00:14:55: Ja, oder zu Blähungen und Anfahrt zur Verdauungsbeschwerd.

00:14:59: Der Sam hat mir das Symphonisch Vertrags aber nicht.

00:15:02: So und lassen es dann wieder weg.

00:15:04: Wir müssen uns da schon langsam wieder nach oben futtern an diese gesunde Grenze, also dass wir nicht immer einsteigen mit den Mengen sondern dem Mikrobiom auch eine Zeit geben sich wieder aufzubauen.

00:15:14: Und das ist ganz entscheidend!

00:15:16: Also das wird auf fermentierte Produkte, ballerstoffreiche Produkte... Also sowohl probiotikal als auch prebiotikan.

00:15:21: Also probiotikal sind lebende Kulturen die beispielsweise mit fermentiertem solange man das jetzt nicht tot gart.

00:15:28: Also wie das meine Mutter so schön macht wenn sie einen Sauerkraut hatten und dann wird da halt noch das Fleisch reingelicken, drei Stunden irgendwie davor sich hingeköchelt.

00:15:36: Da ist ja natürlich nichts mehr drin an lebenden Kulturen.

00:15:40: Das sollte man schon drauf achten.

00:15:42: Und dann gibt es die Brebiotika, das sind die Ballaststoffe also Vollkornprodukte beispielsweise.

00:15:48: Obwohl, da muss ich einen kleinen Ausreise er, ich würde jetzt nicht immer Vollkorenprodukte empfehlen sondern wenn man jemand zu Hause Backt, dann bin ich eher bei so einer Mehltype von um die Tausend drum.

00:16:00: Vollkorn wäre ja deutlich drüber noch aber da wird das ganze Korn ausgemahlen.

00:16:04: Das Problem ist dass wir... Dass die äußeren Randschichten auch sehr belastet sind.

00:16:09: mittlerweile also Schadstoff belastete und für mich ein guter Kompromiss ist immer so eine Mehl-Type tausend wenn man selber backt.

00:16:16: Und der Klassiker ist er so vierhundert fünf war, aber deutlich drüber zu gehen so bei tausenden hat man quasi noch sehr viele gesunde Inhaltsstoffe aus dem Korn, aber man hat eben nicht diese belasteten Schalenanteile mit drin die eben auch wie gesagt Belastungen haben können.

00:16:34: Also Pilze und so weiter.

00:16:36: Ein super Praxistip!

00:16:37: Wir hatten übrigens schon eine Podcast-Episode mit Christine Pasteurk zum Thema Ballaststoffe.

00:16:42: also das zahlt jetzt auch super darauf ein.

00:16:45: Wenn wir auf unsere Vorfahren schauen, ach eben... Wie würden sie den Ballaststoff Hype einschätzen?

00:16:53: Ich finde eigentlich, dass man fast einen Anti-Ballaststoff-Hype hat.

00:16:57: Wenn man diese ganze Carnivore-Szene sieht wo es oft heißt Ballaststoffe braucht man nicht.

00:17:02: das sehe ich schon eher kritisch und wird ja auch immer dieses Palio-Prinzip oder früher.

00:17:10: und der Wolf usw.

00:17:13: Aber selbst wenn man sich die Wölfe anschaut, selbst ein Wolf hat Mikrobiom.

00:17:17: was macht ein Wolf?

00:17:18: Der frisst das ganze Tier also den Mageninhalt seiner Beute mit.

00:17:24: Smart!

00:17:25: Ja, und da ist natürlich auch schon eine Mikrokultur drin und vermeintlich auch Grünzeug.

00:17:30: also dass sich ein Wolf nur mit Fleisch ernährt das kann man so auch nicht stehen lassen Und das ist für uns natürlich extrem wichtig Also für A für die Peristaltik natürlich des Darmes wichtig aber auch als Futter für das Mikrobiom, dass wir es wieder aufbauen.

00:17:46: Also das ist wirklich ein Defizit was wir heute haben, nicht nur die Diversität in der Umwelt zu erhöhen sondern auch bei uns im Darm wieder für mehr Diversitätszusorgung.

00:17:58: und deshalb ist das Futter also Probiotika und Präbiotica Ballaststoffe so wichtig, als Futer für diese Mikroorganismen damit sie auch wieder ordentlich Putirat produzieren.

00:18:06: Putirad ist ein Stoff um die Darmbarriere aufrechtzuerhalten.

00:18:13: Und das ist ganz entscheidend, weil wir haben Bereiche im Darm, da sind verschiedene Bakterienstämme und die sollten auch nach Möglichkeit getrennt voneinander bleiben.

00:18:22: also sie sollte man nicht durchmischen.

00:18:25: Ist jetzt zu wenig Brutirata kommt zum Likigadd also eine löchelige Darmwand usw.

00:18:30: Bakterienstimme kommen zueinander was nicht gutes Und deshalb ist eine gesunde Darmbarriere wichtig.

00:18:37: Auch Immunsystem weiß man ja heute, dass es zum Großteil auch so mit im Darm liegt.

00:18:43: Also lange Rede!

00:18:44: Ein gesundes Mikrobiom ist sehr wichtig und deshalb sind Ballerstoffe so wichtig.

00:18:48: Nur ein... Dass man das quasi langsam sich nach oben an diese empfohlene Menge futtert und nicht gleich immer alles verträgt.

00:18:59: Das liegt daran des Mikrobioms.

00:19:02: Man muss sich das vorstellen, man hat eine Fabrik.

00:19:03: Es sind wenig Arbeiter drin und die bekommen jetzt auf einmal ne ungewohnte Ladung rein, die sie verarbeiten sollen.

00:19:10: Das sind ja natürlich überfordert so.

00:19:12: Und musst quasi aufforsten.

00:19:15: Man muss dafür sorgen dass es neue Mitarbeiter gibt, dass die mit größeren Mengen klar kommen und auch für einen guten Output sorgen.

00:19:23: also vielleicht als Bild.

00:19:25: Dass man langsam einsteigt.

00:19:28: Und wenn man jetzt, es gibt ja wirklich Menschen die kaum Ballaststoffe zu sich nehmen.

00:19:32: Also wenn ich jetzt nur Toastbrot futter und oder mich Calibur ernähre oder so habe ich wirklich sehr wenig.

00:19:38: Die werden am Anfang schon Probleme haben weil das Mikrobiom dann noch nicht so richtig drauf eingestellt ist.

00:19:43: Das gilt tatsächlich langfristig aufzubauen.

00:19:46: also dass mir schon großes anliegen.

00:19:48: Ich mache da viel mit dem Professor Christian Siener zusammen und wir haben auch das Buch geschrieben zum Thema Und das ist schon ein Punkt, man weiß immer mehr wie wichtig das Mikrobiome ist für unsere Gesundheitung.

00:19:59: Auch fürs Wohlbefinden und auch dass das Mikrobium entscheidend ist quasi um vorzubeugen von neurodegenerativen Erkrankungen also Alzheimer-Demenz beispielsweise.

00:20:11: Und es ist total spannend!

00:20:13: Das gibt Bakterienstämme die jetzt selektiert wurden, die uns fand ich habe ich von Professor Dr.

00:20:19: Jevgeny Ponymaskin mit dem habe ich da lange drüber gesprungen Und er erzählt mir das und schickte mir die Studie.

00:20:26: Es wurde ein Bakterienstamm selektiert, der mitverantwortlich ist dafür ob wir von der Couch aufstehen oder liegen bleiben.

00:20:32: Das heißt dass wir uns sportlich betätigen und aktiver sind oder ob wir träge sind und offenbar so verliegen bleiben.

00:20:40: Wie können wir diesen Bakterienstamm zu uns nehmen?

00:20:43: Ja, das ist die andere spannende Frage.

00:20:46: Da gibt es also möglichst natürlich dafür zu sorgen dass man von den guten Bakterien mehr kriegt und das macht man mit Pro- und Previotika.

00:20:54: Also die Gutzufüttern dann natürlich weniger Umweltgift.

00:20:59: gut zu schlafen ist ganz wichtig.

00:21:01: Weniger Salzkonsum.

00:21:03: Salz hemmt natürlichs Bakterie.

00:21:05: Wachst du mal auch die Gutenbakterien?

00:21:07: Das kennt man ja aus der Konservierung und so, dass man viel Salz ein Schinken salzt um den Haltbad zu machen.

00:21:13: Wenn man zu viel Salz konsumiert dann hat das natürlich auch einen Einfluss auf unser Mikrobiom, auf unsere Bakterien die gut sind.

00:21:20: Ein guter Schlaf ist wichtig und nicht zu warm zu schlafen scheint auch eine Rolle zu spielen, dass wir das gute Mikrobiome fördert also eher mal kühl schläft und so wechselbärder macht und so.

00:21:32: Das Fördert das Mikrobioma Aber also in Summe, dass man schon zu sieht.

00:21:39: Dass man das so aufbaut.

00:21:40: Fermentiertes ist ein guter Beitrag und ja dann kann man da schon recht schnell profitieren und sich nicht in die Erführen lässt wenn am Anfang, wenn es ein bisschen störig ist.

00:21:51: Man muss schon Zeit geben auch so in die Gänge zu kommen.

00:21:55: Ich finde auch den Aspekt von Mikrobiome im Mund sehr spannend.

00:21:58: Also gut kauen, gut einspeicheln auf die Bitterstoffe Acht zu geben und vieles weitere

00:22:04: ist ja auch nicht irrelevant.

00:22:06: Das

00:22:06: ist ein recht neues Forschungsgebiet.

00:22:07: was du da ansprichst.

00:22:08: also das find ich extrem spannend.

00:22:10: wir haben natürlich nicht nur am Darmikrobium sondern auch im Mund und dass es recht neu da kann man noch wenig zu sagen.

00:22:17: aber das ist extrem spannend.

00:22:20: Du hast vorhin ein wenig kritisch über die Paleo Ernährung gesprochen.

00:22:24: Magst du das nochmal auf den Punkt bringen, wie du dazu stehst?

00:22:27: Na

00:22:27: ja was heißt kritisch?

00:22:28: also ich finde ganz grundsätzlich wenn jemand erfolgreiches gesund lebt und mit sich und der Ernährungsmethode gut klar kommt dann bin ich der Letzte der sagt bitte switch da irgendwie um.

00:22:41: Also das kann jeder auch machen wie er will.

00:22:45: Mir kommen nur tatsächlich die Ballaststoffe dazu.

00:22:48: kurz und da mache ich hier so ein bisschen Sorgen, dass man das so vernachlässigt.

00:22:55: Also die Ballastingaufnahme ist wichtig.

00:22:58: Die brauchen wir einfach!

00:22:59: Und was mir da Sorgen macht auch wenn es nicht dann ist es nicht Paleo sondern eher Carnivore.

00:23:07: In der Bodybuilding Szene, in der Fitness Szene Instagram und Co.

00:23:11: spricht man da viel.

00:23:12: Und dann werden halt diese gesunden Aspekte vernachlässigt aber jeder Bodybuilder früher auch wenn er noch so viele Protein gegessen hat eigentlich immer auch dafür gesorgt dass er eine ordentliche Brokkolimenge dabei hat und auch ein paar Ballastoffe und auch bisschen was Grünes um auch die Proteinlast etwas abzupuffern.

00:23:29: Das ist sehr wichtig, wir produzieren viel Stickstoff wenn man das Protein verwertet und da braucht man schon ein bisschen Puffersysteme, um den Soerobasenhaushalt im Körper zu unterstützen.

00:23:41: Er hat gute eigene Puffesysteme.

00:23:43: aber wenn ich natürlich so eine große Last habe dann noch hart trainiert, das wird dir vergessen.

00:23:48: Also gibt es das Rhabdossyntrom beispielsweise?

00:23:52: Wenn man sich wirklich... extrem hart trainiert, schwere Gewichte, extrem proteinreich.

00:23:59: Dann vielleicht noch leistungssteiger eine Substanz dazu, dass es schon zu einer Belastung der Niere kommen kann und wenn man da vielleicht noch ne vorgeschädigte Niere hat oder in der Familie das irgendwie liegt.

00:24:12: also Man sollte schon auf ner Ausgewogenheit achten ganz grundsätzlich.

00:24:16: aber wie gesagt wenn jemand gut mit mir ist gibt ja auch Krankheitsbilder wo das durchaus hin machen kann.

00:24:22: Aber ich habe nichts gegen bestimmte Ernährungsformen, aber um langfristig möglichst den Gesundheitsaspekt dabei zu haben sollte man da schon auch auf eine gute Ballaststoffversorgung achten.

00:24:34: Das heißt du hast keinen dogmatischen Zugang zu spezifischen Ernährungformen?

00:24:38: Nee überhaupt nicht!

00:24:39: Also ich bin... Ich hab' auch keine spezifik- Ich hab's schon alles gemacht.

00:24:43: Ich hab mich ne Zeit lang vegan ernährt und vegetarisch ernährt.

00:24:47: Ich habe alles so im Selbstversuch auch mal durch Aber für mich ist das auch ein großer Genussfaktor des Thema Ernährung.

00:24:57: Und ich würde mir für mich wünschen oder für mich die größte Entwicklungsstufe wäre, wenn wegen mir kein Tier mehr sterben muss beispielsweise.

00:25:05: Das schaffe ich noch nicht und das werde ich vielleicht noch nie schaffen aber ich versuche da schon deutlich reduzierter.

00:25:12: Das hat aber was mit Tierliebe zu tun und jetzt weniger mit mit meiner Ernährungsbetrachtung, sondern weil ich das aus ethischen Gründen einfach besser fände wenn irgendwie ein Kantier leiden muss oder sterben muss.

00:25:29: Das finde ich höchst spannend!

00:25:30: Weil ich ja weiß dass du aus einer Metzges-Familie stammst und

00:25:33: kommst.

00:25:33: Ja, das ist aber auch ganz interessant, weil mein Vater wurde mehr oder minder, weil sein Vater relativ früh starb als mein Vater sehr jung war Und er musste das Geschäft übernehmen.

00:25:45: Er wollte immer Lehrer werden und konnte es aber damals nicht, weil sein Papa gestorben ist und musste eigentlich für den Betrieb und auch die Familie sorgen.

00:25:54: Das ist tatsächlich heute noch so, dass bei uns hat jedes Tier das geschlachtet wurde im Namen.

00:26:02: Mein Vater rennt heute noch jeden Sonntag in der Kirche, weil er dann schlechtes Gewissen hatte, als er Tiere töten musste.

00:26:11: geliebt so und aber hat versucht auch da so eine gewisse etik der immer mit reinzubringen.

00:26:18: Und ja, das ist mir ganz wichtig also ich weiß gerade auf einem vielbetrieb auf dem kuhbetrieb den milchbetrieb haben und so habe mir das angeschaut kann so mit bestimmten Dingen gut leben.

00:26:32: Also wenn die Tiere da wirklich draußen weiden können, und das ist ja auch Futterveredler wichtig wie der Keuer fürs Ökosystem und so ... Und wenn die dann nach vierzehn Jahren geschlachtet werden und wenn man das ganze Tier dann verwertet, dann ist es für mich noch akzeptabel.

00:26:47: aber was in diesem ganzen Bereich der Massentierhaltung und so abläuft, da habe ich mal eine Schwierigkeit mit.

00:26:53: Ja

00:26:54: zu richtig doch!

00:26:56: von der Laktose-Intoleranz zur Laktrose-Toleranz.

00:27:00: Das fand ich extrem spannend in unserer gemeinsamen Vorbereitung, was hat es damit auf

00:27:06: sich?

00:27:06: Ja das Thema Milch ist ja auch so etwas wo man immer gleich irgendwie so wahrsten sie das Wortes schwarz und weiß sieht.

00:27:11: also aber wenn man es mal genauer betrachtet wir konsumieren Milch so circa seit zehntausend Jahren die Zahlen schwanken aber ich würde mir so ganz grob sagen zehn tausend jahren.

00:27:21: Und seit etwa siebentausend Jahren, fünf bis siebentausend Jahren lernen wir zunehmend wieder die Laktase anzuschalten.

00:27:30: Also das heißt, wieder Laktose toleranter zu werden weil also irgendwann wenn dann abgestillt ist, dann bei den Kindern oder bei den Kälbern wird die Lactase, also des Enzymen was die Lektose spaltet, abgeschaltet.

00:27:46: Weil man ja keine Milch mehr konsumiert und es auch immer das Argument Ja, wir sind ja nicht dafür gemacht Milch zu trinken.

00:27:53: Also muss ganz klar zusammen gebrauchen auch keine Milchprodukte.

00:27:57: in Teilen Asiens oder in Afrika bis auf die Maasai beispielsweise, die auch Milch konsumieren gibt es ja noch weite Teile der Erdbevölkerung, die keine Milchenprodukte konsumiert.

00:28:08: aber wir haben's halt und da sieht man mal wie anpassungsfähig der Mensch ist.

00:28:13: das in dieser ganzen Zeit wo es uns gibt die Epoche, wo wir Milchprodukte konsumieren ja relativ kleines.

00:28:21: Zehntausend Jahre.

00:28:22: Übrigens, Ackerbau haben wir so vor zwölftausend Jahren begonnen.

00:28:24: erst und wie schnell wir uns dann tatsächlich anpassen?

00:28:28: Und dass wir also nicht laktoseintoleranter werden sondern eher laktosetoleranter.

00:28:34: Wir lernen wieder mehr das Lebensmittel zu nutzen.

00:28:40: Und das Argument, warum die Leute dann immer sagen ja aber it's not your mother.

00:28:46: It is not your milk und wir sind nicht dafür gemacht.

00:28:50: Jede Mutter kennt es!

00:28:51: Also jede Mutter ist froh wenn man dann irgendwann mal abstellen kann weil es wirklich eine große Belastung ist.

00:28:57: Milch ist ein hochkomplexes Lebensmittel Und jede Mutter ist bestrebt möglichst schnell das Kind auf eigene Beine, was die Ernährung anbelangt zu stellen.

00:29:08: Weil es ein wahnsinnig aufwendiger Prozess ist.

00:29:09: Milch ist ein hochkomplexes Lebensmittel natürlich auch mit Wachstumsfaktoren und so damit das Neugeborene möglichst schnell gedeiht und sich möglichst schnell selbst ernähren kann dass es die Mutter nicht dauerhaft leisten kann oder gar nochmal Kinder auf die Welt bringt.

00:29:27: Und das ist der Grund, weil die Verfügbarkeit da nicht mehr da ist.

00:29:30: Mir wurde gezwungen eigentlich, dass wieder abzustellen und es einfach effektiver ist, effizienter das Enzymen dann wieder abzuknipsen.

00:29:39: Mittlerweile lernen wir halt wieder dazu, das anzuschalten.

00:29:43: Das ist eigentlich so das Ding.

00:29:45: Aber für mich ist dieser ganze Prozess in der Evolution eigentlich so spannend da wirklich sehr anpassungsfähig sind und in dieser ganzen Evolutionsgeschichte das Menschen, wir haben uns immer wieder angepasst auf neue Lebensumstände und Versorgungsumständen.

00:30:03: Achim, wenn wir mal auf die aktuelle Ernährung drauf schauen welche Veränderungen der letzten hundert Jahren haben vermutlich den größten Einfluss auf unsere Gesundheit?

00:30:12: Das ist höchstwahrscheinlich das permanente Lebensmittelangebot, dass es immer mehr energiedichte Lebensmittel gibt und dass wir eine permanente Versorgung haben.

00:30:20: Also dass wir eigentlich ständig essen könnten und dass uns auch so möglich gemacht wird.

00:30:27: Und es ist ja ganz natürlich, dass wir kommen aus einer Zeit wo wir einfach speichern müssen um langfristig zu überleben.

00:30:37: also diesen Überfluss kennt unsere Genetik noch nicht Und wir sind eigentlich heute schon viel weiter und hängen mit der Genetik noch etwas hinterher, dass unser Körper allein muss.

00:30:47: das zuviel oder uns das wird das evolutionsbedingt einfach irgendwann mal begraben, dass eine Überernährung uns auch nicht gut tut.

00:30:56: Aber diese Epoche ist noch zu geringe und dass wir das Bewegungsverhalten doch deutlich reduziert haben also es natürlich auch was Gutes für die körperliche Arbeit hat sich ja deutlich reduzieren.

00:31:10: Wir haben auch so Zeiten wie Covid gehabt, also wo es ja sehr eingeschränkt war.

00:31:16: Aber das ist wichtig dass wir das versuchen wieder nach oben zu fahren um auch uns ein bisschen anzupassen wie's eben früher mal war.

00:31:25: Also der Körper lernt mehr Adiponektin wieder zu produzieren Das fährt in Bereiche zu lagern Wo es weniger schädlich für uns ist.

00:31:37: Das sind schon die Gründe, warum das heute so ist und dass wir ein großes Problem mit haben.

00:31:43: Dass Menschen immer adipöser werden und also krankhaft übergewichtig sind.

00:31:48: Und damit meine ich nicht... Ich habe ja selber auch ein paar Kilo zu viel, dass es Gewichtenerrolle spielt.

00:31:55: Solange man sich bewegt und bewegen kann, ist es weniger ein Problem.

00:31:59: Kritisch wird's wenn man eingeschränkter ist mit der Bewegung.

00:32:04: Man sagt, sitzen ist das neue Rauchen.

00:32:06: Ist es verkürzt oder hat das Wahrheit in sich?

00:32:09: Nein, das hat schon ... Das wirkt schon Wahrheit an sich.

00:32:12: Absolut!

00:32:13: Also das Bewegungsverhalten mit einer Obenfahrung und das ganze Bewegungsmuster spielt schon eine große Rolle ja.

00:32:23: Ich bin immer sehr neugierig und mich persönlich würde interessieren ob's für dich Erkenntnisse aus der Evolutionsbiologie gibt die du selbst in einem Alltag mit berücksichtigt.

00:32:34: Ich gehe da gar nicht soweit zurück, ich versuche es wieder mehr zu machen bis eigentlich meine Großeltern gemacht haben.

00:32:39: Also gar nicht irgendwie Homo erectus sondern ich habe keine Bock ganz am Tag mich auf Nahrung so gut zu begeben.

00:32:46: aber das ging ja auch gar nicht.

00:32:48: Aber dass man's mehr macht wie ist meine Großaltern gemacht hat und das heißt eine so drei Mahlzeiten am tag dazwischen nach Möglichkeit nichts.

00:32:56: also dass man ein sogenanntes Intermittieren fasten macht ist wichtig.

00:33:00: also keine Energie Zwischen den Mahlzeiten, weder durch Softdrinks noch einen Kaffee mit ein bisschen Milchschaum und was Süßem drin oder so.

00:33:08: Weil es halt immer wieder diese Blutzuckerspitze verursacht und dann man wieder in so einem Hungerrhythmus kommt.

00:33:16: die Fastenphase unterbricht die Autophagie und das ist wichtig dass man versucht möglichst zwölf Stunden über Nacht nichts zu essen.

00:33:25: also es gibt ja verschiedene Prinzipien aber die nachts sind die wichtigste Fastenfase Und wenn man zwölf Stunden über Nacht fastet, kommt man schon in die Vorzüge des Fastens.

00:33:36: Also ist Andreas Michalsen von der Charité Berlin, der das ja auch sagt... dass zwölf Stunden eigentlich völlig ausreichend sind und die Nacht, das man die nutzt.

00:33:47: Weil über Nacht werden bestimmte Wachstumshormone gebildet, die Hunger-Sättigungshormone lebt in Krälin mehr reguliert.

00:33:53: Das heißt wenn man wenig schläft hat man eine Regel am nächsten Tag mehr Hunger oder schlechter Refettverbrennung also die Nacht wieder nutzt und dann mit sogenannten Breakfast, also Fastenbrechen morgens in den Tag startet.

00:34:08: Und wenn wir jetzt Sagen wir mal abends um sechs das letzte Mal ist und dann morgens um sechs oder das erste Mal wieder.

00:34:14: Das ist jetzt keine große Hürde eigentlich, das kann jeder schaffen und es hat schon große gesundheitliche Vorteile.

00:34:20: Und wenn man sich auf das sozusagen besinnt, ist man eigentlich schon ganz gut dabei.

00:34:26: Gegen Ende unseres Podcasts würde mich noch der Blick in deine samtische Glaskugel interessieren.

00:34:33: Wie werden wir denn in zwanzig bis fünfzig Jahren essen?

00:34:36: Welche Entwicklungen hältst du dafür wahrscheinlich?

00:34:39: Also ich glaube ganz fest, dass die das Thema Personalisierte Ernährung Individualisierung schon da wirklich angekommen ist.

00:34:48: So und es ist auf der einen Seite habe ich das ein bisschen Sorge weil man auch die Verhältn wir hören ja immer weniger quasi so in unseren Körper wenn man sich wirklich mal drauf besinnt wann ess ich denn wirklich aus Hunger?

00:35:04: Ist es Appetit oder ist es Hunger?

00:35:07: Und wenn ich mir jetzt überlege, dass es natürlich schon Vorteile hat, wenn man so ist um möglichst zielgerichtet dann am nächsten Tag zu sein.

00:35:19: Möglichst leistungsfähig hören wir noch weniger auf uns selbst!

00:35:23: Also ich bin also zwei geteilt.

00:35:25: Auf der einen Seite wird wirklich Zeit, dass wir auch mal sowas kriegen nicht nur wie Blutzucker-Meskerette sondern wirklich Insulin-Tracker weil das eigentlich darauf kommt an und Blutzucker ist eigentlich nur so ein Hook das grob einschätzen zu können.

00:35:38: Aber eigentlich ist es entscheidende, wenn ich was esse wie hoch ist da die Insulinproduktion?

00:35:45: Und es gibt es heute so in der Form gibt's das noch nicht und außerdem sind ihr Lebensmittel sehr komplex.

00:35:51: Das heißt, sie sind immer anders und im Stoffwechsel spielt es eine Rolle.

00:35:55: Es sich jetzt einen Apfel morgens mit außer der Abends welchen Apfelessig!

00:35:58: Wie rot isst

00:35:59: er?!

00:35:59: Wie süß ist der?

00:36:00: Was ist das für ne Sorte?

00:36:02: Gibt´s ja auch riesen Unterschiede Und deshalb wäre es gut und wichtig, dass man erfährt wie reagiere ich auf ein jeweiliges Lebensmittel.

00:36:10: Und dass man das direkt sieht.

00:36:12: Das heute ist schon nicht lösbar aber in Zukunft wird das kommen.

00:36:18: Als ich bin zweigeteilig auf der einen Seite bin ich sehr neugierig und glaube, dass dieses Thema Personalisierte, individualisierte Ernährung davon vormarsch ist.

00:36:26: Dass man damit auch hoffentlich das Thema Übergewicht und auch Entstehung von Stoffwechsel, ernährungsbedingten Erkrankungen, metabolische Symptome, Diabetes Typ II usw.

00:36:39: Neurodegenerative Erkrankung deutlich reduziert.

00:36:43: Super!

00:36:44: Und auf der anderen Seite so ein bisschen die Sorge dass wir uns weniger auf unsere menschlichen Fähigkeiten verlassen und das einschätzen können was für uns gut und schlecht ist.

00:36:54: Meine Abschlussfrage, bitte an dich.

00:36:56: Wie ernährst du dich um möglichst gut in deiner Energie zu bleiben?

00:37:00: Ich versuche mich mittlerweile möglich ist daran zu halten dass ein gesunder Esser alles in Maßen ist und nicht in Massen aber das er alles ist.

00:37:12: so wünschenswert wird für mich dass ich deutlich weniger Fleisch esse und tierische Produkte.

00:37:21: Das es ein Ziel für die Zukunft.

00:37:24: Aber ich versuche mehr mit Genuss zu essen.

00:37:27: Das spielt für mich schon eine große Rolle, also genießen zu können beim Essen.

00:37:31: Es hat für mich auch sozialkulturelle Aspekte aber das ist für mich ganz entscheidend als mehr mit genuss zuessen.

00:37:38: und Ich war mal Leistungssportler, ich war Ratsportler und hatte da durchaus Essstörungen Und die habe ich seitdem nicht mehr.

00:37:49: und dass das eigentlich ne gute Entwicklung auch wenn ich ein paar Kilo zu viel hab und so.

00:37:53: Aber ich fühle mich deutlich wohler so, als ich es damals ... Als ich mich damals gefühlt habe.

00:37:59: Und das ist ein Aspekt also entspannter mit dem Thema Ernährung vielleicht auch umzugehen bestimmte Dinge da nicht zu ernst nehmen, zu wichtig zu nehmen und dass man mit mehr Genuss wieder am Teller sitzt

00:38:10: Für sich selbst den idealen Weg zu seiner besten Version zu finden.

00:38:15: Wie war Achim, ich sage ganz herzlichen Dank für die vielen Einblicke und fürs relativieren der Thematik.

00:38:23: Danke schön!

00:38:23: Schön dass du da warst.

00:38:25: Liebe Community, wenn ihr heute eine Sache mitnimmt dann vielleicht diese.

00:38:30: Gesunde Ernährung bedeutet nicht in die Vergangenheit zurückzukehren sondern zu verstehen woher wir kommen um bessere Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.

00:38:37: Bis zur nächsten Episode von the World Being Code.

00:38:40: Bleibt gesund, neugierig und voller Entdeckergeist.

00:38:53: Dieser Podcast wurde

00:38:54: produziert von WePod it.

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